Höchste Auszeichung für gelebte Partnerschaft

Kärntner Genuss Wirte und Produzenten freuen sich

 

Die Veranstaltung „Regional aufgetischt“ präsentierte Erfolge und Leistungen des „Clusters Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung“ der letzten neun Monate. Gleichzeitig wurden  Erfahrungen der zahlreichen gemeinsam umgesetzten Projekte aus allen Bundesländern ausgetauscht. Als krönender Abschluss wurden außergewöhnliche Beispiele gelebter Partnerschaft zwischen Gastwirt und Landwirt aus ganz Österreich von Bundesminister DI Andrä Rupprechter und KKE-Präsident Dr. Ferdinand Maier ausgezeichnet.

 

Auch drei Kärntner Genuss Wirte wurden zusammen mit ihren Genussland Kärnten Produzenten für ihre gelebte Partnerschaft ausgezeichnet: Der Gasthof Grünwald in Dellach/Gail, mit dem Baierlehof aus Goderschach. Auch der Hambrusch in Grafenstein zeigt mit Franz Lauritsch, wie gelebte Partnerschaft funktioniert. Als letzte im Bunde wurde der Kärntner Genuss Wirt „ESSKulturWirt“ Die Zechnerin, Familie Taumberger gemeinsam mit der Familie Wakonig aus Klagenfurt für ihre intensive und inzwischen schon auch freundschaftliche Partnerschaft  ausgezeichnet. LR Christian Benger dazu: „Wenn wir das Bewusstsein für die heimische Produktion, für die Verwendung und den Kauf heimischer Lebensmittel forcieren wollen, müssen wir jene, die diesen Weg beschreiten, vor den Vorhang holen. Dafür gibt es diese Auszeichnungen!“. Außerdem sei laut Benger jeder Schritt zu honorieren, der die Qualität im Lebensmittelland Kärnten hervorstreicht und hebt.

 

 

Seit Anfang März sind die von den Bundesländern nominierten Gastroberater im Land unterwegs. Sie unterstützen bereits bestehende AMA-Gastrosiegel-Betriebe bei der Erweiterung um die Kategorien und erleichtern neuen Betrieben den Einstieg in das Zertifizierungssystem. Die Berater sind das Bindeglied zwischen der Gastronomie und der Landwirtschaft, die Zusammenarbeit der Akteure in den Regionen wird dadurch forciert und die Wertschätzung und Wertschöpfung steigt. Innerhalb weniger Wochen haben Österreichs Wirte die Chancen des AMA-Gastrosiegel - Regionplus für sich entdeckt und sehen einen großen Mehrwert, um sich von ihren Mitbewerbern zu unterscheiden.

 

Das Ziel des „Clusters Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung“, bis Juni 2016 flächendeckend in ganz Österreich mehr als 400 Gastronomen mit der Vertiefung der Regionalität durch persönliche Beratung zu gewinnen, wurde erreicht. Ab Herbst wird die Beratung intensiv ausgeweitet. Mit Partnern in den Bundesländern wird das AMA-Gastrosiegel Regionplus nun österreichweit einheitlich umgesetzt.

 

Gelebte und geprüfte Regionalität schafft Mehrwert

„Die geprüfte regionale Qualität unserer bäuerlichen Produzenten wird von Gastronomen zu innovativen Gerichten verarbeitet, die Österreich an die Spitze internationaler Kulinarik-Nationen bringen wird und uns schon jetzt zu einem einzigartigen qualitätsbewussten Land mit weltweiter Vorbildwirkung macht. Zusätzlich gibt es ein immer größeres Interesse der Konsumentinnen und Konsumenten nach Herkunftsangaben der Produkte in der Speisekarte“, zeigt sich Rupprechter erfreut über die Paradebeispiele der ausgezeichneten Produzenten und Wirte aus allen Regionen Österreichs.

 

„Der Erfolg liegt in der guten Vertrauensbasis zwischen Gastronom und Berater. Die Gastroberater unterstützen die Gastronomen bei der Umsetzung sowie bei der Suche nach Lieferanten regionaler Rohstoffe“, erklärt Ferdinand Maier, Präsident des Kuratoriums Kulinarisches Erbe Österreich und zeigt sich sehr erfreut über den Erfolg des Clusters und der Auszeichnungsveranstaltung. Die teilnehmenden Betriebe haben durch das AMA-Gastrosiegel -  Regionplus einen klaren Vorsprung gegenüber der Konkurrenz. „Die Wirte sehen die gelebte und geprüfte Regionalität als Alleinstellungsmerkmal. So profitieren Gast, Gastronom und Landwirt. Diese Partnerschaften regen Weiterentwicklungen in der Produktion und Verarbeitung an und inspirieren zu kreativen, einzigartigen Gerichten mit regionalen Zutaten“, erklärt Maier.

 

Über das AMA-Gastrosiegel - Regionplus

Das AMA-Gastrosiegel gibt es seit acht Jahren und rund 1.300 WirtInnen und Hoteliers, die sich zur Verwendung von regionalen Rohstoffen bekennen, sind damit ausgezeichnet. Bisher waren es fünf Kategorien, die jetzt mit einem Plus an Regionalität auf sieben erweitert wurden. Die teilnehmenden Betriebe garantieren dem Gast durch diese sieben Produktkategorien (z.B.: Fleisch, Eier, Gemüse, Milch,…) die kontrollierte regionale Herkunft. Alle Bundesländer haben aufbauend auf die Rohstoffzertifizierung des AMA-Gastrosiegels ihre landesspezifischen Besonderheiten eingebracht, um das jeweilige typisch kulinarische Profil sichtbar in der Gastronomie zu verankern. Diese zwei zusätzlichen Kategorien sind regionstypische Rohstoffe oder Speisen und Leitprodukte aus den Genussregionen.

 

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